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Eine ehemalige Scheune, zuletzt Depot für ausgediente Küchengeräte, Brennholz und Gerümpel, nährte beim Anblick ihres jämmerlichen Zustandes von Anfang an unsere Baufantasien. Unterstützt durch die unbeantwortete Frage: wohin mit unseren Gästen, da unser Wohnhaus kein zusätzliches Schlafzimmer besitzt.

Da böte sich doch sofort die Umgestaltung dieser Scheune in ein vollwertiges Gästehaus an. Manfred Christ war auch jetzt wieder bereit unsere Ideen und Wünsche mit künstlerischer Begabung in einen Bauplan um zu setzen. Sogar die Baubehörden waren begeistert und innerhalb kurzer Zeit lag die Genehmigung in unserem Briefkasten. Unser Maurermeister Monsieur Yves Saint Laurent.….wahrhaftig, aber nicht verwandt mit dem berühmten Modeschöpfer, doch mindestens genauso begabt, nahm auch dieses Renovierungsprojekt an. Bei den Abrissarbeiten fand er im Gemäuer ein kleines spätgotisches Kapitell, das er über der Eingangstür einsetzte und sich mit der Inschrift darauf verewigte:

Yves Saint Laurent me fecit.
Anno 2011

Die Nordfassade an der Straßenseite wurde ebenfalls wie die Scheune in Holzfachwerk, im sogenannten „Colombage“ Stil durchgeführt, mit Eichenholzbalken aus dem Kottenforst- Wald.

Die leuchtende Krönung des Gästehauses bildete ein kleines, direkt unter dem Dachstuhl eingebautes Bleiglasfenster des Künstlers Eric Charlier. Es stellt das Sternenbild des Löwen dar. Somit lag die passende Namensgebung für das Gästehaus schnell auf der Hand:

die goldene Löwin