Haus

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Auf dem Weg nach Santiago de Compostella haben sich schon viele Reisende, die in den vergangenen Jahrhunderten  über die Via Tolosana ( Toulouser Weg, der in Arles beginnt), oder Via Podiensis ( Ausgangspunkt Le Puy ) gezogen sind, lobend über die wunderschönen, grandiosen Landschaftsbilder, die zahlreichen Kulturmonumente und die Gastfreundschaft der Einwohner  der Pyrenäenregion  geäußert.

Ferienaufenthalte in den Pyrenäen, regelmäßige Besuche bei Freunden und eigene Erfahrungen einer  Pilgerreise von Aachen nach Santiago de Compostella Ende des letzten Millenniums, führten 2005 zum Erwerb eines einfachen Hauses im Südfranzösischen Haute Garonne, in einem kleinen Dorf, genannt Saint Pé Delbosc.

Das Haus mit dem passenden Namen le Pèlerin, stand, nachdem der frühere Bewohner, ein älterer allein lebender Mann, in ein Altersheim gezogen war, lange Zeit leer und befand sich in einem desolaten Zustand. Die einzig Verbliebenen des Hauses waren zahllose Termiten und Holzbockkäfer, die ihr vernichtendes Werk vollstreckten. Das Dachgestühl war eingebrochen und gab dem Regen freies Spiel an den massiven Hausmauern, die  ortstypisch aus getrockneten Lehmsteinen (briques de terre crue) bestanden und stellenweise weg erodiert waren. Ein außen vor der Eingangstür fixierter symbolisierte die Sanitäranlage, eine einzelne Steckdose im Eingangsbereich war zum Nistplatz einer Rotschwanzfamilie beschlagnahmt worden. Der Toilettegang fand unter  freiem Himmel statt.

Auf dem Grundstück fanden sich weiterhin ein Schafstall und eine Scheune, die schon seit vielen Jahren nicht mehr benutzt worden waren und sich ebenfalls mit eingefallenen Dächern präsentierten.

Thomas Haendly, unser guter Freund und Architekt a.D., zeichnete die Restaurierungspläne nach unseren Vorstellungen und ab dem Frühling 2006, nachdem der formelle Weg über Anträge zur Baugenehmigung erledigt war, konnte mit dem Umbau angefangen werden. Neben eigenen handwerklichen Tätigkeiten und der Hilfe von Freunden standen uns gute und zuverlässige Handwerker aus der direkten Umgebung  zur Seite: Maurer, Dachdecker, und Grundarbeiter. Parallel zu den  Renovierungsarbeiten wurde eine kleine Kläranlage, die sogenannte „fosse septique“ auf unserem Grundstück angelegt, die absolute Voraussetzung für den Erhalt einer Baugenehmigung.

Alle Regenwasser von den Dächern wird in einen recht großen Teich aufgefangen.

Im Jahre 2014, nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten am Wohngebäude, konnten endlich die Türen für Freunde und Besucher geöffnet werden.